Hitzebehandeltes Glas ist eine verbesserte Sicherheitsvariante von Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG). Durch die konstante Temperatur von 280 °C werden potenzielle Nickelsulfid-Einschlüsse zur Phasenumwandlung und zum vorzeitigen Bruch gezwungen, wodurch die Wahrscheinlichkeit eines späteren Spontanbruchs deutlich reduziert wird. Nach der Hitzebehandlung sinkt die Spontanbruchrate von ESG von durchschnittlich 3 ‰ auf unter 1 ‰. Dies bedeutet, dass bei Hochhausfassaden, großen Glasvordächern und Balustraden in dicht besiedelten Gebieten plötzliche Sicherheitsrisiken und kostspielige Ersatzkosten durch Spontanbrüche weitgehend vermieden werden können.
Unser Wärmebehandlungsofen nutzt ein Hochleistungs-Konvektionssystem mit großem Kammervolumen und gleichmäßiger Temperaturregelung. Dadurch können auch übergroße Glasscheiben in Serie ohne lokale Temperaturunterschiede behandelt werden. Jeder Zyklus zeichnet sich durch Echtzeit-Temperaturkurvenaufzeichnung und präzise Temperaturkonstanthaltung aus, um sicherzustellen, dass jede Scheibe die vollständige Wärmebehandlung gemäß EN 14179-1 durchläuft. Für Projekte im Ausland, die höchste Sicherheit, geringen Wartungsaufwand und langfristige Garantie erfordern, ist wärmebehandeltes Glas die optimale Beschaffungslösung zur Reduzierung von Betriebsrisiken und zur Steigerung der Bauqualität.